~130 000
Fundgegenstände, die dem Fundservice des Betreibers pro Jahr abgegeben werden
watson (2024) — Fundgegenstände im Zug: SBB erhöht Preise für verlorene Dinge
Jede Zahl auf dieser Seite hat eine Quelle, oder sie ist als Annahme gekennzeichnet. Das ist keine Haltung, sondern ein Test, der den Build rot macht.
Die verbreitete Behauptung «innerhalb von 30 Minuten melden, dann über 70 % Rückgabequote» liess sich nirgends belegen. Sie steht darum nicht auf dieser Seite.
~130 000
Fundgegenstände, die dem Fundservice des Betreibers pro Jahr abgegeben werden
watson (2024) — Fundgegenstände im Zug: SBB erhöht Preise für verlorene Dinge
~60%
Anteil der abgegebenen Fundstücke, die ihre Eigentümerin oder ihren Eigentümer wiederfinden
Was daraus nicht folgt: Das ist der Anteil der Gegenstände, die den Dienst ERREICHEN. Über Gegenstände, die nie abgegeben werden, sagt er nichts.
SWI swissinfo.ch (2024) — Der Fundus der SBB-Fundsachen gleicht einer Wundertüte
~180 000 / ~120 000
Verlustmeldungen pro Jahr, gegenüber tatsächlich abgegebenen Fundstücken
Was daraus nicht folgt: Die beiden Zahlen werden unterschiedlich erhoben und lassen sich nicht sauber voneinander abziehen. Sie grenzen die Lücke ein, sie messen sie nicht.
RUBICON — Lost property service — Nova Find
40%
Fremde, die sich bei der Eigentümerin eines Portemonnaies ohne Bargeld meldeten
Science (2019) — Cohn, Maréchal, Tannenbaum & Zünd — Civic honesty around the globe
51%
Fremde, die sich meldeten, wenn Bargeld im Portemonnaie lag
Was daraus nicht folgt: Die Rückgabequote STEIGT mit dem Wert des Inhalts — das Gegenteil dessen, was Eigennutz erwarten liesse. Ehrlichkeit ist nicht die knappe Ressource.
Science (2019) — Cohn, Maréchal, Tannenbaum & Zünd — Civic honesty around the globe
72%
Fremde, die sich meldeten, wenn eine grosse Summe im Portemonnaie lag
Science (2019) — Cohn, Maréchal, Tannenbaum & Zünd — Civic honesty around the globe
In jedem Portemonnaie des Versuchs lag eine Visitenkarte mit der E-Mail-Adresse der Eigentümerin — gemessen wird also, was Menschen tun, wenn ein Kanal zur Eigentümerin existiert
Was daraus nicht folgt: Ein auf dem Sitz liegengebliebener Gegenstand trägt keine solche Karte. Das ist das für dieses Produkt entscheidende Detail der Studie — und dasjenige, das beim Zitieren am häufigsten wegfällt.
Science (2019) — Cohn, Maréchal, Tannenbaum & Zünd — Civic honesty around the globe
Die Autoren führen das Zurückgeben auf altruistische Anteilnahme und auf den Widerwillen zurück, sich selbst als Dieb zu sehen — beides wird stärker, je grösser der Verlust für die Eigentümerin ist
Science (2019) — Cohn, Maréchal, Tannenbaum & Zünd — Civic honesty around the globe
Für prosoziales Verhalten zu bezahlen kann es verringern — Geld verdrängt das Motiv, das es kaufen soll
Was daraus nicht folgt: Unabhängig davon darf ein Schweizer Transportunternehmen keinen Finderlohn beanspruchen (VPB Art. 77 Abs. 2, SR 745.11). Die rechtliche Schranke kommt zuerst; dies erklärt, warum ihre Aufhebung trotzdem ein Fehler wäre.
American Economic Review (1997) — Frey & Oberholzer-Gee — The Cost of Price Incentives
6 704 / 9 034
Echte Fahrten und Halte für einen Betriebstag, aus dem veröffentlichten Fahrplan gewonnen
Was daraus nicht folgt: Ein Betriebstag, nicht ein ganzes Jahr. Genug, um die Fahrtauswahl echt zu machen, nicht genug, um Nachfrage zu modellieren.
Open Data Platform Mobility Switzerland (2024) — GTFS timetable feed (opentransportdata.swiss)
Noch im Zug zu melden sollte die Chance erhöhen, dass ein Gegenstand wiedergefunden wird: Das Fahrzeug erreicht seine Endstation in 10 bis 30 Minuten, die Reinigung folgt 5 bis 15 Minuten später, und ein anderer Fahrgast kann den Gegenstand jederzeit mitnehmen
Was daraus nicht folgt: Aus dem Mechanismus hergeleitet, NICHT gemessen. Keine veröffentlichte Zahl verbindet Meldezeit mit Rückgabequote; die viel wiederholte Behauptung «innerhalb von 30 Minuten melden» hat keine belegbare Quelle. Das Produkt misst die Meldezeit mit, damit sich das eines Tages beantworten lässt statt behaupten.